Nervt dich das auch beim Abnehmen?

Da gehst du viermal in der Woche ins Krafttraining, machst dein Cardio-Training und achtest auf deine Schritte. Dann wachst du auf, fühlst dich fit und irgendwie straffer.

Und dann sagt Dir die Waage , dass du nach einer Woche ein Kilo mehr wiegst und dass dein Körperfettanteil gestiegen ist und dass du Muskelmasse verloren hast.

Dann achte vielleicht besser auf dein Körpergefühl und vertraue der Technik nicht zu sehr. 

Körperanalysewaagen für zuhause sind für Trends meist brauchbar, aber für absolute Werte oft deutlich ungenau. Besonders betroffen sind Körperfett-, Muskel- und Wasserwerte.

  • Körperfett: typische Fehlerbereiche etwa ±3–5 Prozentpunkte, einzelne Geräte auch bis ±10 Prozentpunkte oder mehr.
  • Muskelmasse: oft der unzuverlässigste Wert; Stiftung Warentest fand teils „absurde Werte“. 

Die Waagen messen nicht direkt Fett oder Muskeln.

Sie messen nur den elektrischen Widerstand des Körpers und schätzen daraus Werte über mathematische Modelle. Wasser leitet Strom gut, Fett schlecht. Deshalb beeinflusst dein Wasserhaushalt die Ergebnisse massiv.

Das ist wichtig, denn: 
Nach intensivem Muskeltraining entstehen Mikroverletzungen und Entzündungsreaktionen in der Muskulatur. Der Körper speichert dadurch Wasser zur Reparatur. Zusätzlich speichern Muskeln mit Glykogen Wasser. 1 g Glykogen bindet ungefähr 3 g Wasser.

Das heißt: 

  • ±1–3 kg Gewichtsschwankung innerhalb weniger Tage sind völlig normal
  • Nach sehr hartem Training, Refeeds oder mehr Kohlenhydraten sind auch 3–5 kg möglich, ohne dass Fett aufgebaut wurde 

Also: bleib dran und lass dich nicht von deiner Waage verrückt machen.

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